Hallo Ihr,

wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich morgens im Garten arbeiten, nachmittags malen, und am Abend schreiben. Da der Mensch aber vom Wünschen nicht satt wird, ohne Geld kein Öl in den Tank fließt, und generell heute niemand mehr Geld für Geschichten gibt, seien sie nun gut oder schlecht erzählt, gehöre ich 5 Tage die Woche 8 Stunden der arbeitenden Bevölkerung an.

Zu Zeichnen und Malen habe ich begonnen, als ich einen Stift oder Pinsel halten konnte. Die erste Geschichten dachte ich mir aus, als ich lesen lernte. Zu Beginn ritt Lisa auf einem Schimmel mit Zorro durch die Nacht; aber meine Mutter hat nie erfahren, was für eine unheilige Liaison Büllerbü und ein Fotoroman in der Micky Maus eingingen.

Ich behaupte, ein bisschen ist es mir geblieben, das Unheilige. Ich schreibe über Menschen und Fabelwesen, gelegentlich auch Science Fiction, es gibt in meinen Kurzgeschichten und Romanen Sex & Crime, wie eben im richtigen Leben auch.

Doch ich muss manchmal sagen, wenn man mich fragt, verwechsle bitte nie die Autorin mit dem Werk. Es ist schon komisch, was Leser alles vermuten. Aber ich nehme an, diese Erfahrung teilen wir hier alle. Bei Thema Nummer Eins denken die Leute sofort, dass ich doch sicher aus Erfahrung .... Dass ich wirklich, vielleicht auch nur zu Studienzwecken, jemanden ermordet haben könnte, glaubt dagegen niemand.

Das ist aber vielleicht ganz gut so.

In diesem Sinn:
Wir lesen uns!